Als Italien nach dem 2. Weltkrieg in einer knappen Volksabstimmung von der Monarchie zur Republik wurde, stand es kurz darauf am Scheideweg – den Christdemokraten stand die Volksfront aus Kommunisten und Sozialisten gegenüber. Bei der entscheidenden Wahl spielte der Publizist Giovannino Guareschi eine nicht unwesentliche Rolle. Obwohl im Herzen Monarchist geblieben, schlug er sich auf die Seite der Christdemokraten. Den aus der Feder von Guareschi stammenden Slogan In der Wahlkabine sieht dich Gott. Stalin nicht! ließen die Christdemokraten sogar auf ihre Wahlplakate drucken.
Der Satz kommt manchem vielleicht bekannt vor, weil er ihn schon oft an Ostern, Pfingsten oder Weihnachten gehört hat. Im Fernsehen, in alten Schwarz-Weiß-Filmen oder konkret in Die große Schlacht des Don Camillos. Denn im zugrundeliegenden Buch griff Giovannino Guareschi diesen Satz wieder auf.
Heute ist Guareschi den meisten – wenn überhaupt – als Autor der Geschichten um Don Camillo bekannt. Die übrigens auch als Buch heute noch sehr lesenswert sind. Aber eigentlich war Guareschi ein führender Kopf der italienischen Rechten, jenes dritten Italiens, wie es Marco Galina in diesem hörenswerten Vortrag in der Bibliothek des Konservativismus ausführt:

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